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Haben wir Spieler zu hohe Erwartungen an neuen Content?

Diskussion zu den Content Patches

Jede Erweiterung von World of Warcraft bringt neue Inhalte, Content, in das Spiel. Doch während der Zeit zwischen den Erweiterungen wird man von Blizzard mit sogenannten Content Patches versorgt, welche immer wieder neue Spielinhalte liefern.

Vergleich zwischen damals und heute

Heute wollen wir ein wenig darüber diskutieren, ob diese Content Patches immer schlechter, immer kleiner werden als es früher war.

Subjektiv hört man momentan an vielen Stellen, dass die Inhalte unzureichend sind, dass so Sachen wie die Twitter Funktion und die S.E.L.F.I.E. Kamera keinen großen Patch rechtfertigen. Auch in Legion wurde die verheerte Küste und Argus als lieblos betitelt.

Doch war früher alles besser? Häufig hat man das Gefühl, aber es entspricht nicht immer der Wahrheit. So hatten wir in Legion beispielsweise eine sehr genaue Roadmap der Entwickler was die Content Patches anging. Diese erschienen in wesentlich kürzeren Abständen als es beispielsweise in Burning Crusade oder Wrath of the Lich King der Fall war. Es gab sogar Stimmen, welche meinten, dass es zu schnell ging.

Dennoch, damals fühlte sich die Wartezeit gar nicht so lange an, oder erinnern wir uns nur falsch? Teilweise ja, aber unbestritten war es so, dass man neben den Instanzen und Schlachtzügen einfach mehr zu erledigen hatte. Zudem kam auch häufiger Content in das Spiel, welcher einen über längere Zeit beschäftigt hat, abgesehen von Instanzen und Schlachtzügen. Als Beispiel kann man hier das Argentumturnier nennen. Aber auch hier muss man wieder erwähnen, dass besonders Legion viele Dinge auch richtig gemacht hat im Bezug auf solche Sachen, siehe zum Beispiel den Magierturm oder das Chromie Szenario.

Sind wir zu verwöhnt?

Bleiben wir mal bei den jüngsten Beispielen, die verheerte Küste und Argus. Ein komplettes Gebiet, welches vergleichbar ist mit der Insel des Donners und ein komplett neuer „Kontinent“ mit drei Gebieten.

Laut Blizzard waren dies die größten Content Patches, welche jemals veröffentlicht wurden. Doch angefühlt hat es sich nicht so.

Auf der verheerten Küste gab es ein großes Problem, das Freischalten der Quests Woche für Woche. Angekündigt wurde, dass jede Woche die Geschichte weiter voranschreiten soll, bis zur Öffnung des Grabmals des Sargeras. Das klang super, in der Realität war es aber nur eine langweilige Quest jede Woche, welche daraus bestand etwas zu töten oder zu sammeln. Auf der anderen Seite beweist Blizzard aber auch, dass sie es können spannende Geschichten zu erzählen, die Anduin Questreihe, welche ebenfalls mit Patch 7.2 in das Spiel kam ist erwähnenswert.

Argus war am Anfang ebenfalls sehr stark besucht. Es gab viele Story-Quests, eine gute Geschichte und viel zu entdecken. Doch nach ein paar Wochen war der Hype auch schon wieder vorbei und man sammelte nur noch Ruf bei den Fraktionen um die Pfeife und die permanente Rune zu erhalten.

Doch warum beschweren wir uns eigentlich? Sind wir zu verwöhnt und haben zu hohe Erwartungen entwickelt? Liegt es daran, dass man aktuell im Endgame neben Instanzen und Schlachtzügen gefühlt nichts an aktuellem Content zu erledigen hat? Im oben eingebetteten Video wollen wir mit Euch noch ein wenig darüber reden und natürlich auch Eure Meinung hören.

2 Comments

  1. Im Beitrag zu den Traditionsrüstungen für alle Völker habt ihr etwas auf den Punkt gebracht: „…aber der Kosten/Nutzen Faktor für Blizzard eher gering ist.“. Diese Überlegung von Blizzard steckt gefühlt im gesamten Spiel. Als würde wirklich nur das Nötigste gemacht werden. Ist es nicht schlimm, wenn Spieler solche Gedanken/Gefühle haben, wenn sie die Patchnotes lesen? Das sollte doch so ziemlich das Letzte sein, was Blizzard einem vermitteln sollte oder? Dass man zu sich als Spieler sagt: Ja, das nützt denen nix. Bringt kein Geld ein, deswegen bekommen wir dies und jenes nicht.

    Wieso wird nicht mal mehr gemacht als erwartet wird? Was hat Blizzard zu verlieren? Über Geld brauchen wir ja doch eigentlich nicht zu reden oder? Selbst Firmen, die gerade erst entstanden sind oder denen es wirklich finanziell nicht gut geht, investieren mal was, um erfolgreicher zu werden. Scheinbar hat es Blizzard nicht nötig und genau das spürt man als Spieler. Ich zumindest… Am offensichtlichsten sieht man die „Liebe“ von Blizzard in den Events, finde ich. Jedes Jahr immer wieder genau derselbe Inhalt.

    Ich vergleich das Spiel gerne mit Final Fantasy XIV Online… schaut euch mal an, was da für regelmäßige Patchinhalte kommen. Es sind Kleinigkeiten, die einem als Spieler ein gutes Gefühl/mehr Spaß am Spiel geben. Es sind nicht die neuen Instanzen, die neuen Raids… alles wichtig, ohne Frage… aber auch neue Frisuren, neue Emotes, neue Einstellungsmöglichkeiten und stetiges Verbessern des gesamten Spieles. Das bringt alles frischen Wind ins Spiel. Als Spieler merkt man einfach, dass es nicht nur forcierter Content ist, um an die monatliche Gebühr zu kommen. Und dass in solchen Nebensächlichkeiten ebenfalls die WoW-Community dringend nach frischen Wind schnappt, sieht man doch am Interesse an den neuen Völkern. Aber was ist? Auch hier wird nur das Allernötigste gemacht – „der Kosten/Nutzen Faktor“.

    1. Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Ich hab ebenso das Gefühl das es scheinbar nur noch um den Kosten/Nutzen-Faktor geht. Auch wenn im Vergleich FF 14 nicht in allen belangen das bessere Spiel ist, aber was sie definitv besser können dem Spieler Dinge an die Hand zugeben die nicht nur mit irgendwelchem Endgamegrind zu tun haben. Ob nun Hildibrand, Nebenjobquests oder Goldsaucer. Es gibt immer etwas zu tun. Bei Wow macht man alles meist nur einmal und dann nie wieder, zumindest geht es mir so.

      Schreib deine Gedanken doch mal Blizzard. Ich finde es persönlich immer wichtig sich auch an die zu wenden, die es betrifft. Oft lese ich gute Vorschläge, scharfe Beobachtungen oder auch angebrachte Kritik in den Kommentaren, aber eben dort versanden diese Kommentare auch.

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