Home - WoW News - Ghostcrawler zum Thema – Ausrüstungswerte

Ghostcrawler zum Thema – Ausrüstungswerte

Ghostcralwer hat einen weiteren interessanten Artikel aus der Blogreihe „Auf einen Kaffee mit den Devs“ zum Thema Ausrüstungswerte auf der offiziellen World of Warcraft Webseite veröffentlicht.

Blizzard PosterGhostcrawler on Auf einen Kaffee mit den Devs – Ausrüstungswerte

„Auf einen Kaffee mit den Devs“ ist eine Blogreihe, die einen Einblick in die Ideen und Diskussionen im Entwicklerteam von World of Warcraft gewährt. In unserem ersten Beitrag hat unser leitender Systemdesigner Greg „Ghostcrawler“ Street ein paar Grundregeln festgelegt:

  • In diesem Blog werden keine Versprechungen gemacht.
  • Lest nicht zu sehr zwischen den Zeilen.
  • Keine Beschwerden darüber, dass das Thema nicht das ist, was ihr gerne gehabt hättet.


Entwickler sprechen sehr oft über die Werteverteilung auf Gegenständen. Wir haben einige wesentliche Veränderungen an den Werten vorgenommen, die in Cataclysm auf Rüstungen und Waffen auftauchen und von Zeit zu Zeit schauen wir nach, inwieweit unsere Pläne aufgegangen sind.

Ein Vorschlag, der uns sowohl intern als auch extern recht häufig begegnet, ist, Ausrüstung für jede einzelne Talentspezialisierung zuzuschneiden. (Manchmal haben wir das ehrlich Gefühl, dass wir 30 verschiedene Klassen im Spiel haben.) Bosse könnten zum Beispiel schwere Rüstung für Elementarschamanen fallenlassen, auf der Intelligenz und Trefferwertung sind. Wir können außerdem wieder richtige Bärenrüstung einführen. An solchen Gegenständen könnte nur eine Spezialisierung interessiert sein (oder sogar weniger als eine, wenn man bedenkt, dass auf „Wilder Kampf“ ausgerichtete Druiden zwei Spezialisierungen in einem Talentbaum haben).

Das Problem bei diesem Ansatz ist, dass die Beutelisten der Bosse dadurch sehr lang werden. Angenommen, man spielt einen Wiederherstellungsschamanen, der letzten Dienstag irgendwelche Kettenhandschuhe gewonnen hat. Wenn dieses alternative System in Kraft gewesen wäre, wären diese Handschuhe möglicherweise nicht gedroppt. In diesem Paralleluniversum wären stattdessen die Elementar-Handschuhe im Beutefenster gewesen. Es gibt einen Grund, warum man bei Argaloth und seinesgleichen das Gefühl hat, man würde an einem Glücksspielautomaten sitzen – sie können so viele verschiedene Gegenstände dabeihaben, dass die Chance, genau den Gegenstand zu bekommen, den man haben möchte, recht gering ist. Für den Boss in Tol Barad geht das, weil er ziemlich einfach zu erreichen ist und wir möchten Spieler ermutigen, ihm jede Woche einen Besuch abzustatten, damit mehr Spieler in den Genuss seiner Beute kommen. Es könnte aber ziemlich frustrierend sein, wenn jeder Boss sich wie Argaloth anfühlen würde.

Es gibt noch einen Extremfall, über den wir manchmal sprechen, und zwar die Ausrüstung noch universeller zu machen. Wir könnten Zaubertrefferwertung und Willenskraft ziemlich einfach für alle Magieklassen zusammenlegen, wie wir es für Elementar, Gleichgewicht und Schatten gemacht haben. Dann gäbe es nur noch Stoffrüstung mit Intelligenz, die jeder, von Disziplin bis Zerstörung, haben möchte. Ihr denkt vielleicht, „Toll, dann wird weniger entzaubert.“ Aber versetzt euch mal in die Lage eines Stoffträgers. In einem 10-Spieler-Schlachtzug sind vielleicht drei Leute, die auf deine Beute würfeln. In einem 25-Spieler-Schlachtzug könnten es locker doppelt so viele sein.

Wir könnten sogar noch wahnsinniger werden. Ich habe in einem vorigen Blog erwähnt, dass Trefferwertung und Waffenkunde für Tanks nicht sonderlich attraktiv sind, und dass Tanks wahrscheinlich selbst dann noch Überlebenswerte bevorzugen würden, wenn wir es sehr schwer machen würden, Aggro zu halten. Sie würden dann einfach nur frustriert sein, wenn sie Aggro verlieren. Da wir die Ausdauer und Rüstung auf Gegenständen nicht variieren (abgesehen von Halsketten und Ringen, Sockelboni, Verzauberungen und vielleicht Edelsteinen), heißt das, dass die wirklichen Tankwerte Ausweichwertung, Parierwertung (mit Ausnahme von Druiden) und Meisterschaft sind. Es wäre nicht sonderlich schwierig, zum Beispiel Tempowertung in Ausweichchance und kritische Trefferwertung in Parierchance resultieren zu lassen. Dann wären die Werte auf Plattenrüstung nur noch Trefferwertung, Waffenkunde, kritische Trefferwertung, Tempowertung und Meisterschaft (abgesehen von Stärke und Ausdauer, die immer in vorhersehbaren Mengen drauf sind). So einfach ist das.

Jetzt haben alle Plattentanks die gleiche Ausrüstung wie plattentragende Schadensklassen. Wenn Plattengegenstände droppen, dann könnten alle Todesritter, alle Krieger und zwei der drei Paladinspezialisierungen darauf würfeln. Ist das eine bessere Welt? Es würde weniger Beute verschwendet werden, aber es gäbe auch mehr Konkurrenz. Vielleicht würden sich manche Spieler auch weniger einzigartig fühlen und jemand, der von seinem Schutzpaladin auf seinen Furorkrieger umsteigt, findet, dass die Unterschiede zu gering sind. Ein Vorteil wäre allerdings, dass man kein komp            Ich habe gerade zwei von drei Paladinspezialisierungen erwähnt. Diese dritte Spezialisierung ist uns schon sehr lang ein Dorn im Auge. Dazu neigen Paladine im Allgemeinen. Ich mache nur Spaß. (Zumindest größtenteils.)

Ich spreche von Intelligenz-Platte. Wir mögen Plattengegenstände mit Intelligenz nicht, haben aber noch keine gute Alternative dafür gefunden. Die Lösungsansätze, die wir am häufigsten hören, haben Nachteile, die uns nicht gefallen. Ja, Heiligpaladine könnten Kettenrüstung tragen, … aber dann würden sie mehr wie Schamanen aussehen, anstatt wie Paladine. Ja, Heiligpaladine könnten ihre Zaubermacht aus Stärke beziehen, … aber dann würden sie mit ihrer Nahkampfwaffe fast genauso hart zuschlagen wie Vergelterpaladine. Ja, wir könnten all diese Stärke in Zaubermacht umwandeln, Trefferwertung in Willenskraft, Waffenkunde in Meisterschaft oder so ähnlich. Die Umwandlung von Willenskraft in Trefferwertung funktioniert, aber es ist keine sehr elegante oder intuitive Lösung. Ich bin mir nicht sicher, ob wir dieses Design ausbauen sollten.

Wenn uns nicht ein sehr überzeugender Grund einfällt, die Ausrüstungswertungen zu ändern, werden wir voraussichtlich beim Cataclysm-Modell bleiben. Wir möchten aber gern euer Feedback lesen. Wären universellere Gegenstände besser oder schlechter? Habt ihr Spaß daran, wenn ihr gegen mehrere Leute auf die gleichen Gegenstände würfelt, wie zum Beispiel Wille des Todesbringers oder Cho’galls Schulterabzeichen? Ist es doof, wenn Plattentankausrüstung droppt, wenn die Tanks schon längst haben, was sie brauchen, oder findet ihr es gut, wenn diese Gegenstände in den Taschen von Vergeltern oder Furorkriegern für deren Zweitspezialisierungen landen? Wünschen sich Druiden echte Tankgegenstände? Beneiden Schutzkrieger ihre auf „Wilder Kampf“ spezialisierten Druidenkollegen um ihr Ausrüstungsmodell? Haben wir es hier mit einem Aspekt des Spiels zu tun, der besser wäre, wenn er einfacher wäre, auch wenn das Design dann weniger Spaß macht? Es gibt hierzu keine falschen Antworten, höchstens weinerliche. Ich mache nur Spaß. (Zumindest größtenteils.)

Greg „Ghostcrawler“ Street ist der leitende Systemdesigner für World of Warcraft. Er tankt mit einem Zweihänder. Als Schamane. Bäm!

Ähnliche Artikel

Ahn'Qiraj Mini-Feiertag

Mini-Feiertage Übersicht

Mit dem Legion Patch 7.1.5 kommen die Mini-Feiertage in das Spiel. Diese sind deutlich kürzer …

Patch 7.1.5 erst im Januar 2017

Patch 7.1.5 erscheint erst im Januar 2017

Auf der BlizzCon 2016 hatten die Entwickler angekündigt, dass der kleine Patch 7.1.5 noch in …

Ein Kommentar

  1. Greg „Ghostcrawler“ Street ist der leitende Systemdesigner für World of Warcraft. Er tankt mit einem Zweihänder. Als Schamane. Bäm!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.