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Blizzard spricht über Inhalte für Gelegenheitsspieler auf Stufe 85

Auf der offiziellen World of Warcraft Webseite wurde in der vergangenen Nacht ein weiterer Blog aus der Reihe „Auf einen Kaffee mit den Devs“ veröffentlicht. Diesmal schreibt dort aber nicht „Ghostcrawler“ sondern Blizzard-Mitarbeiter „Fargo“ über Inhalte für Gelegenheitsspieler auf Stufe 85.

Blizzard PosterFargo on Auf einen Kaffee mit den Devs: Inhalte für Gelegenheitsspieler auf Stufe 85 (Source)

Da das hier mein erster Artikel in der Reihe „Auf einen Kaffee mit den Devs“ ist, dachte ich mir, dass ich mich besser erst einmal vorstellen sollte. Ich bin der Lead Quest Designer für World of Warcraft, aber viele von euch kennen vielleicht schon meine Webcomics, die ich seit Jahren unter meinem Künstlernamen Fargo veröffentliche. An alle meine neuen und alten Freunde: Hallo! Ich hoffe, ich werde noch öfter Gelegenheit haben, solche Gespräche mit euch führen zu können, während wir das Spiel mit epischen Erlebnissen vollstopfen, die eure Stirnlappen mit destillierter Großartigkeit zum Schmelzen bringen. (Das steht so auf meiner Visitenkarte.)

Ich bin Stufe 85. Was jetzt?

World of Warcraft deckt ein ziemlich breites Spektrum ab: wir versuchen eine Welt zu erschaffen, die für Hardcore- und Casual-Spieler gleichermaßen interessant ist. Es gibt eine große Menge Spieler, die sich mit Quests beschäftigen – von Gelegenheits- oder Solo-Spielern bis zu ambitionierten Spielern, mit wenig Zeit. Immerhin ist das auch der am einfachsten zugängliche Teil des Spiels. Quests führen euch an tolle Orte, erzählen euch epische Geschichten und gewähren euch stetig Belohnungen, ohne dass ihr viel Übung braucht oder euch fest binden müsst. Nicht jeder Spieler hat die Zeit für Schlachtzüge und nicht jeder möchte überhaupt raiden; für viele Spieler sind Quests das A und O des Spiels. Einer der Hauptaspekte der Cataclysm-Erweiterung bestand natürlich darin, weite Teile der Spielwelt neu zu erschaffen und den Spielern so einen konsistenteren, befriedigenderen Questablauf auf niedrigeren Stufen zu geben.

Aber es gibt auch ein Problem bei Stufenaufstiegen durch Quests und dieses Problem hält mich nachts wach. Stufenaufstiege haben ein Ende. Sobald man die Maximalstufe erreicht hat, erhält man solche Belohnungen nur noch sehr schleppend. Man hört das befriedigende Ding! nicht mehr alle paar Stunden. Man lernt keine neuen Fähigkeiten mehr. Aus dem Blickwinkel des Einzelspielerfortschritts ist der Charakter in gewisser Weise „fertig“ und der Fokus des Spiels verlagert sich auf andere Dinge (zum Beispiel Handwerk).

Für viele Spieler ist das Ende erst der Anfang. Wir haben viel getan, um ambitionierten Spielern kontinuierliche Fortschrittsmöglichkeiten in Form von Dungeons, Schlachtzügen und hochwertiger Ausrüstung für Bosse oder PvP zu geben. Aber was ist mit den Spielern, die einfach nur weiterquesten wollen?

Belohnungen ohne Ende

Auch wenn man keine Stufenaufstiege mehr erreichen kann, gibt es noch Möglichkeiten, Spieler zu belohnen, die weiterhin Quests oder Quest-ähnliche Erlebnisse abschließen wollen. Hier sind ein paar Anreize (und es gibt sicher noch mehr) für solche Spieler:

  • Teilnahme an einer epischen Geschichte
  • Ein Gefühl des Vorankommens
  • Jeden Tag etwas neues oder unerwartetes entdecken
  • Charakteranpassungen (einschließlich toller Reittiere!)
  • Lustige Spielzeuge erwerben
  • Seinen Charakter stärker machen

Gold habe ich als Belohnung nicht aufgelistet, denn obwohl es sicherlich Spaß macht, Berge von Gold anzuhäufen, tut man das doch meistens, um einen der obigen Gründe zu verwirklichen. Ich habe auch gezögert „Seinen Charakter stärker machen“ auf die Liste zu setzen. Auch wenn es Spaß macht und sich sehr gut anfühlt, ist es meiner Meinung nach ein begrenzter Aspekt. Dieser Aspekt kommt auch nur zum Tragen, wenn man auch gegen mächtige Gegner kämpft. Und wenn man kein Interesse an Schlachtzügen hat, gibt es kaum Anreiz, seinen Charakter immer stärker zu machen.

Mit diesem Problem haben wir uns schon vorher befasst und wir werden uns auch weiterhin mit Lösungen dafür befassen. Viele Spieler haben auf der Insel von Quel’Danas ein deutliches Gefühl von Fortschritt gehabt, zumindest von Realm zu Realm, und das war für viele ganz eindeutig ein episches Erlebnis. Das Argentumturnier hat vielen Spielern definitiv ein Gefühl von persönlichem Fortschritt gegeben und nebenbei auch noch jede Menge toller Spielzeuge.

Aber in Patch 4.2 wollen wir den Spielern wirklich etwas bieten. Etwas Großes!

Kämpft um die Feuerlande!

Die Wächter des Hyjal gehen in Patch 4.2 auf Nummer Sicher. Sie greifen die Feuerlande nicht nur mit den Hardcore-Schlachtzugsgilden an, sondern stellen diesem Ort ihr gesamtes Aufgebot entgegen. Das schließt euch mit ein, Solo-Spieler! Wir haben eine ganze neue Zone erschaffen, in der tägliche Quests im Mittelpunkt stehen. Insgesamt gibt es ungefähr 60 neue Quests – das ist etwa so viel wie die Inhalte einer halben Zone. Während sich Schlachtzüge mit Ragnaros und seinesgleichen prügeln, werdet ihr den Rest seines feurigen Reiches sichern.

Eine Geschichte wird auch erzählt: die Erzählung eines grausamen, langgezogenen Kampfes bis aufs Messer, der auf dem Hyjal beginnt, im Laufe von Wochen über die Hänge des heiligen Berges tobt und schließlich auf die Feuerlande selbst übergreift. Währenddessen müssen sich viele berühmte Figuren großen Herausforderungen stellen, ihr werdet auf neue Bösewichte treffen (und ihnen das Handwerk legen) und ihr werdet euch einige schöne Belohnungen verdienen. Die Druiden richten in der feindseligen Elementarebene einen Brückenkopf ein, der anfangs nicht viel mehr als ein Haufen Steine ist und am Ende die Grundlage für eine riesige, übernatürliche Basis sein wird.

Dieser Fortschritt ist individuell: man sieht ihn nicht geschehen, bis man ihn selbst geschehen macht.

Dieses Fortschrittsgefühl wollen wir beibehalten und zwar nicht nur über den Zeitraum von Wochen hinweg, sondern auch täglich. Je mehr man den Questknotenpunkt in den Feuerlanden ausbaut und freischaltet, desto mehr Quests stehen zur Verfügung und von Tag zu Tag wird man immer weiter in die Feuerlande vordringen. Da die Auswahl der Quests jeden Tag zufällig ausfällt, wird euer Questablauf auch immer etwas anders aussehen. Außerdem könnt ihr Entscheidungen treffen, die den Ablauf der Schlacht beeinflussen.

Das Questgebiet in den Feuerlanden trifft viele der Punkte auf meiner obigen Liste. Außerdem gibt es obendrein noch eine Menge Gold und Gegenstände zu ergattern, die eure Charaktere noch stärker machen.

Über die Feuerlande hinaus…

Problem gelöst? Ganz und gar nicht – um das ganz deutlich zu machen, wir glauben nicht, dass das Questschema der Feuerlande „die Antwort“ ist. Aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass ich es schon sehr gut finde. Ich würde euer Feedback liebend gern lesen – die Inhalte sind schon seit ein paar Wochen auf dem öffentlichen Testrealm. Ich selbst habe mir den Weg in die Feuerlande gebahnt und stehe kurz davor, meinem Questknotenpunkt die erste Aufwertung zu verpassen… soll ich mich für die Druiden der Kralle entscheiden oder doch lieber die Schattenwächter rekrutieren? Schwere Entscheidung! Von dieser Entscheidung hängt ab, welche Quests ich in den nächsten Wochen machen werde.

Wie dem auch sei, wir bewegen uns hier auf etwas zu und dabei beobachten wir ständig die Spielergemeinde, um herauszufinden, was funktioniert und was wir noch besser machen müssen. Ich kann kaum abwarten, bis die Wächter des Hyjal ihren Angriff auf den Liveservern starten.

Bis dahin arbeiten unsere Top-Leute (ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch vorstellt, dass wir Laborkittel tragen) genau in diesem Moment daran, diese Ideen für die Zukunft von World of Warcraft auf neue Arten umzusetzen. Man sollte als Spieler nicht das Gefühl haben, dass die Maximalstufe das Ende der Fahnenstange ist. Wir möchten, dass alle an etwas epischem teilhaben können, ganz egal, wie ihr Spielstil aussieht.

Dave „Fargo“ Kosak ist der Lead Quest Designer für World of Warcraft. Jeden Morgen, bei Tagesanbruch, werden seine Unterarme rituell rasiert und anschließend verbringt er zwanzig Minuten mit Herzkreislaufübungen auf einem von diesen Spielplatz-Wipppferdchen.

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